Nach einer der ältesten Hindu-Schriften - die Rig Veda – beginnt seine Verehrung bereits vor mindestens 7.000 Jahren.

Der geheimnisvolle und gutmütige Sohn von Shiva und Parvati wird immer mit einem dicken Bauch und einem Elefantenkopf dargestellt. Umgeben von einer Ratte (sein Reittier), Schmuck und Lotusblumen, sitzt Ganesha meist ruhig und mit aufmerksamen, klug blickenden Augen da. In der indischen Mythologie ist Ganesha der Beseitiger von Hindernissen und der Beschützer von Wahrheit und Weisheit. Er bringt Erfolg im Leben und ist nebenbei ein talentierter Tänzer. Um Ganesha ranken sich eine Menge Geschichten, der zu den bedeutungsvollsten und meist verehrten Gottheiten des Hinduismus zählt. Die spannendsten Facts und geheimnisumwobenen Sagen haben wir euch im Folgenden zusammengetragen.
Wie Ganesha auf diese Welt kam: Von der Geburt Ganeshas gibt es wie so oft verschiedene Versionen. Am weitesten verbreitet ist die Geschichte, dass

Parvati ihn beim Baden aus dem Schmutz ihres Körpers formte und mit nach Hause nahm. Als ihr Mann Shiva den angeblich fremden Jungen vor seinem Haus erblickte, war er so überrascht, dass er ihm aus Wut den Kopf abschlug. Parvati trauerte sehr darüber und um sie zu trösten, schickte Shiva kurz darauf einen Trupp los, um den Kopf eines schlafenden Wesens, das Richtung Norden lag, zu holen. So musste ein Elefant seinen Kopf lassen, der dann auf Ganeshas Körper befestigt wurde, so dass er sein Leben zurückgewann. Shiva ernannte ihn daraufhin zum Führer seiner Truppe und verlieh ihm die Gabe, dass die Menschen ihn bei all ihren großen Taten anbeten und verehren.

Kraft und Weisheit: Ganeshas Symbolik in Kürze
• Gott der Anfänge: Er wird zu Beginn vieler Rituale und Zeremonien verehrt
• Gott der Klugheit und Weisheit, Helfer der Wissenschaften
• Gott des Erfolgs und der Zerstörung aller Hindernisse und allen Übels
• Wichtigste Merkmale sind der Elefantenkopf (die Seele) und der dicke Bauch (das Irdische)
• Er steht symbolisch für das Hauptmantra OM
• Im Wurzelchakra (Muladhara) verortet: göttliche Kraft und die Verbindung zum Spirituellen

Welche Bedeutung hat er in der indischen Tradition?
In der indischen Bevölkerung erfreut sich Ganesha bis heute größter Beliebtheit, daher kann man ihn zu den bedeutendsten Hindu-Gottheiten zählen. Sein Elefantenkopf steht symbolisch für die Seele, die höchste menschliche Wirklichkeit, die Weisheit. Sein menschlicher Körper steht für die irdische Existenz des Menschen. In einer seiner Hände (meist wird er mit vier Armen dargestellt) hält er einen Stachel, mit denen er die Menschen auf dem ewigen, hindernisreichen Weg antreibt. Mithilfe der Schlinge in einer anderen Hand erfasst er alle Schwierigkeiten und räumt sie so weg. Dank seiner großflächigen Ohren kann er den Menschen gut zuhören, die Schlange, die er umgebunden hat, gibt ihm Energie. Seine Liebe zu Süßspeisen zeigt sich in vielen Darstellungen in Form einer Schale oder Schüssel.
Nach der Lehre des Kundalini Yoga ist Ganesha eng mit Wurzelchakra (Muladhara) verknüpft, das die Verbindung zum Spirituellen und zur göttlichen Kraft symbolisiert

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